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Rezepte der "Kräuterfee" Winnie Bußmann

Für die Überlassung recht herzlichen Dank!

Holunderlikör

1 Kilo Holunderbeeren mit 1,5 Liter Wasser 1/2 Stunde köcheln lassen, anschließend durchsieben. 1 Kilo Zucker unterrühren und kurz aufkochen. Bis zum nächsten Tag kühl stellen. Dann 1 Flasche Weizenkorn (38 %), 1 Tasse Strohrum (80 %) und 1P. Vanillezucker unterrühren. In Flaschen füllen und kühl stellen.

Johanniskrautöl

1 Liter Oliven- oder Sonnenblumenöl, 3 Hände voll Johanniskrautblüten, die frisch aufgeblüht oder teils knospig sind. Alles in ein 1,5 l Einweckglas füllen, verschließen und ca. 4 - 6 Wochen in die Sonne stellen. Wenn das Öl eine kräftig rote Farbe bekommen hat, abfüllen und kühl stellen. Das Öl hat sich bewährt als Wundheilmittel, vor allem bei Brandwunden. Tropfenweise eingenommen, hilft es sehr gut bei Nieren-, Leber-, Magen- und Darmleiden. Besonders wirksam bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung). Johanniskrautblüten mit Alkohol angesetzt, ergibt eine Tinktur, die sich als unterstützende Therapie bei Depressionen bewährt hat.

Ringelblumensalbe

200 g Schweineschmalz oder Vaseline werden erhitzt: Dann gibt man eine Doppelhand voll kleingeschnittener Blüten hinein und lässt im geschmolzenen Zustand eine halbe Stunde stehen. Anschließend filtern und noch warm in kleine Cremetöpfchen füllen.. Die Salbe hat sich bewährt bei schwerheilenden Wunden und zur Behandlung von Operationsnarben.

Ringelblumentinktur

Eine Hand voll zerkleinerte Blüten in einem Liter Branntwein bei ca. 20 Grad zwei Wochen ziehen lassen, dann abfiltern. Diese Tinktur 1 zu 3 verdünnt anwenden für Umschläge bei Blutergüssen, Muskelzerrungen und Hämorrhoiden. Ringelblumentee hilft bei Leber und Magenleiden.

Schlehen-Birnenmarmelade

Schlehen waschen, mit kaltem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Wasser abgießen und die Schlehen mit Wasser und Wein weich kochen. Auf 1 Kg Schlehen gibt man ¼ l Weißwein und 1/8 l Wasser. Nach dem Erkalten durchpassieren. Pro Kg Schlehenmus gibt man 1/2 Kg pürierte, sehr reife Birnen hinzu und ¼ l Weißwein. Das ganze wird dann mit 1,5 Kg Gelierzucker gekocht und heiß in Gläser gefüllt. (Statt Wein kann man auch Essig verwenden.)

Walnusslikör

30 Stück, Mitte Juni, gepflückte Walnüsse zerkleinern, 20 bis 30 Gewürznelken, 5 g Zimt und 250 g zerkleinerten braunen Kandis mit 1 Flasche Weinbrand übergießen und 6 Wochen lang an einen sonnigen Platz stellen. (Öfters schütteln). Danach filtern und in Flaschen fallen. Der Likör schmeckt besonders gut, wenn er ein Jahr gelagert wurde. - Hilft bei Völlegefühl und Magenbeschwerden.

Jojoba-Sahne-Creme
(für trockene Haut)

30 g Jojobaöl,
10 g Lanolin anhydrid
3 g Kakaobutter
3 g Bienenwachs
40 g Orangenblütenwasser
Lanolin, Bienenwachs und Kakaobutter auf dem kochenden Wasserbad schmelzen. Jojobaöl hinzufügen. Alles auf 60 Grad erwärmen. Inzwischen auch das Orangenblütenwasser in einem feuerfesten Topf auf 60 Grad erwärmen und mit dem Mixer in die Fettschmelze rühren. Auf kleinster Stufe rühren, bis die Creme langsam abkühlt. In kleine Töpfchen abfüllen und kühl stellen. Sehr gut verträglich, da frei von chemischen Zusatzstoffen.

Löwenzahnhonig

Vier Hände voll frisch aufgeblühte Löwenzahnblüten werden mit einem Liter Wasser kurz aufgekocht. Die Flüssigkeit absieben und mit 1,5 Kg braunem Kandis, einer zerschnittenen Orange und Zitrone auf Honigdicke einkochen. Schmeckt gut und wirkt stoffwechselanregend und blutreinigend. Die Wurzeln des Löwenzahns kann man als Tee und Tinktur bei Gallen-Leberleiden und bei schlechter Verdauung anwenden. Die zarten Blätter im Frühjahr finden Verwendung in Salaten und Gemüse.

Spitzwegerichsirup

Zwei Hände voll frische, zerkleinerte Spitzwegerichblätter mit einem Liter Wasser kurz aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und anschließend durchsieben. In die warme Flüssigkeit 500 g Zucker, besser Honig, geben und unter Rühren auflösen. Noch warm in Flaschen füllen und kühl aufbewahren. Dieser Sirup wirkt .husten- und schleimlösend, krampflösend, fiebersenkend und magenstärkend. (Sammelzeit bis Juni)

Hagebutten sind Vitamin C Bomben

Vergleich: Zitronen enthalten im Durchschnitt 53 mg % Vitamin C
Schwarze Johannisbeeren 135 mg % Vitamin C
Hagebutten 1250 mg % Vitamin C
Hagebutten ohne Kerne 2500 mg % Vitamin C !

Hagebuttenmarmelade

Die reifen, aber noch festen Hagebutten, gründlich waschen, zerkleinern (am besten im Mixer) und mit reichlich Wasser sehr weich kochen. Dann durchpassieren (wie Apfelkompott), dabei öfter Kochwasser nachgießen. Das Mus 1:1 mit Zucker aufkochen, heiß in Gläser füllen und sofort verschließen.

Hagebuttenlikör

Sehr zu empfehlen, da kaum Vitamin C zerstört wird. Man nimmt ein großes Einweckglas;(1,5 1), füllt es zur Hälfte mit zerkleinerten Hagebutten, gibt 200 g weißen Kandis hinzu und füllt letztlich das Glas mit 38 %igem Korn auf. Glas mit Ring, Deckel und Klammer verschließen, an einem warmen Ort mindestens 6 Wochen stehen lassen. Zwischendurch öfters schütteln. Durch einen Kaffeefilter laufen lassen und in Flaschen füllen. Man kann den Kandis auch nach dem Filtern in der Flüssigkeit auflösen, dann filtert es sich schneller.

Herzwein
(nach Hildegard von Bingen)

8 Stängel Petersilie, 1 Liter Weißwein, 2 Essl. Weinessig. Ca. 10 Min. kochen. 100 bis 200 g Bienenhonig zufügen und noch mal ca. 5 Min. auf kleiner Stufe kochen. Danach filtern und in Flaschen füllen. (Im Kühlschrank aufbewahren). Hilft bei: Wetterfühligkeit, Herzschwäche, Schlafstörungen, Nierenschwäche, bei allen Herzkreislaufstörungen, reguliert den Blutdruck. Tägl. 3x1 Likörglas.

Schlüsselblumenwein

Ein großes Einmachglas (1,5 l) halb voll Schlüsselblumenblüten füllen, 150 bis 200 g Puderzucker zugeben und mit Weißwein auffüllen; umrühren. Mit Ring und Deckel verschließen und ca. 7 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Abfiltern, in Flaschen füllen und kühl aufbewahren. Sehr gutes Stärkungsmittel. Tägl. 3x 1 Likörglas.

Weißdornlikör

1 Handvoll Weißdornbeeren und 2 Stängel Melisse mit 1 Liter Korn übergießen und 8 Tage zugedeckt ziehen lassen. Dann abfiltern und 250 g braunen Kandis zufügen. In einem gut verschlossenen Einmachglas noch 2 Tage ziehen lassen. Herzstärkungsmittel, besonders für ältere Menschen.

Fichten- oder Tannensirup

350 g junge Fichten- oder Tannensprossen in einen Topf geben, 1,5 l siedendes Wasser darüber geben und 2 Tage zugedeckt stehen lassen. Den Aufguss filtrieren und mit 1100 g Zucker so lange kochen, bis er Perlen wirft und eine rötliche Farbe bekommt. Den fertigen Sirup heiß in kleine Flaschen füllen und kühl aufbewahren. Der Sirup ist ein wohlschmeckendes Mittel gegen Husten und Heiserkeit.

Herztee

30 g Weißdornbeeren, 5g Arnikablüten, 25 g Melissenblätter, 20 g Rosmarinblätter, 20 g Johanniskraut

Schlaftee

30 g Baldrianwurzeln, 25 g Zitronenmelisse, 5 g Goldmelisse, 20 g Schlüsselblumenblüten, 20 g Frauenmantelkraut

Blutreinigungstee

20 g Brennnesselblätter, 20 g Löwenzahnwurzeln, 20 g Schafgarbenblüten, 10 g; Ringelblumenblüten, 20 g Holunderblüten

Frauentee

20 g Frauenmantelkraut, 20 g Taubnesselblüten, 20 g Kamillenblüten, 20 g Schafgarbenblüten

Nerventee

20 g Johanniskraut, 20 g Kamillenblüten, 20 g Lavendelblüten, 20 g Schlüsselblumenblüten, 20 g Rosmarinblätter

Haushaltstee

20 g zarte Himbeerspitzen, 20 g ganz junge Brombeerspitzen, 20 g Schlüsselblumenblüten

Husten- Brusttee

10 g Königskerzenblüten, 20 g Schlüsselblumenblüten, 20 g Pestwurzeln, 10 g Quendelkraut, 20 g Spitzwegerichblätter, 20 g Huflattichblüten